Sebastian Böhm
 
 
 

 
(...) Sebastian Böhm hat seinen Beitrag in den Außenbereich des Robert-Schumann-Hauses verlegt in Form einer Bildinstallation im Gartenhäuschen und einer performance-artigen Aktion zwischen den hohen Fichten des Freigeländes. In beiden geht es um Farbempfinden, um atmosphärische Tiefe, um unsere Wahrnehmung von Welt also. Rezeption und Reflexion gehören zusammen, um dem Sinnlosen, also unverstandenen, Sinnhaftigkeit zu geben. Dies gilt für unsere Alltagswahrnehmung (zur Überlebenssicherung) ebenso wie für unsere geistige Existenz überhaupt. Künstlerisches Tun in seiner radikalen Kompromisslosigkeit ist Manifestation ungebrochenen Daseinswillens.

Meine Damen und Herren, Shakespeares´Protagonisten sind allesamt Rauf- und Saufbolde, Traumtänzer, Romantiker und Pragmatiker, Täter und Opfer zugleich, wie vom richtigen Leben abgeschaut. Hin und wieder kulminieren Szenen und dramatische Entwicklungen so, dass ewige Wahrheiten wie Lichtblitze aufzuleuchten vermögen. (...)

 
Matthias Strugalla, Pirmasens: Einführung zur Ausstellung Sein oder Nichtsein, Katholische Akademie Trier, 15. Juni 2002

 
         
27.08.2019 17:17:21 © Sebastian Böhm, 2019